Über das Werk
Auswanderungen zu Antonin Artaud; Choreographie: Ismael Ivo; Premieretheater: Nationaltheater Weimar, 1997
Der brasilianische Tänzer und Choreograph Ismael Ivo hat sich in vielen seiner Arbeiten von Ritualen leiten lassen. Sein Stück “Fremd im eigenen Körper” kreierte er 1997; und er bezog sich in ihm zum einen unmittelbar auf eine Idee von Heiner Müller, zum anderen mittelbar auf Antonin Artauds “Theater der Grausamkeit”, jenen Theaterentwurf, in dem der französische Poet sich ein radikales Theater ohne Grenzen vorstellte. Ivo knüpft in “Fremd im eigenen Körper” an seine afrobrasilianischen Wurzeln an, an die Tänze und Riten seiner Vorfahren, und transformiert sie zu einem Tanztheaterstück, das in der “mythischen Handlung, einen Körper zu erschaffen” (Artaud), eine unverfälschte Lebensenergie versprüht. (Klaus Kieser)
Menschen und Verbindungen
Ismael Ivo
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