Über das Werk
Choreographie: William Forsythe. Premiereensemble: Ballett Frankfurt (Oper Frankfurt), 1995
In William Forsythes dreiteiligem Ballett “Eidos:Telos” aus dem Jahr 1995 finden sich mehrere Elemente, die für sein Schaffen in den neunziger Jahren typisch sind. Im ersten Teil, der 1994 als “Self Meant to Govern” Premiere hatte, demonstriert Forsythe das, was er als seine Methodologie bezeichnet: 135 kurze Bewegungssequenzen sind den Buchstaben des Alphabets zugeordnet, und diese Sequenzen bilden die Grundlage der Choreographie; Informationen über die anzuwendenden Buchstaben erhalten die Tänzer über Monitore in den Kulissen. Der zweite Teil von “Eidos:Telos” führt Forsythes ausgeprägten Sinn für theatrale Gestaltung vor: Eine Sprecherin wechselt in einem langen Monolog zwischen drei Charakteren, und in der Choreographie dominiert ein Walzer für großes Ensemble. Im dritten Teil kommt es dann zu einer Synthese: Das Material des ersten Teils wird modifiziert und in eine spannungsvolle Inszenierung integriert. (Klaus Kieser)
Menschen und Verbindungen

William Forsythe
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