Über das Werk
Choreographie: Mark Sieczkarek; Premieretheater: Korzo Theater, 1995
Ritualisierte Strenge und schrille Gags, puristische Askese und strahlend-helle Töne – die Choreographien von Mark Sieczkarek driften zwischen den Polen. Immer jedoch beziehen sie sozialpolitisch Stellung. “Drops of Rain in Perfect Days of June”, das der gebürtige Schotte Mitte der neunziger Jahre geschaffen hat, oszilliert zwischen Leben und Tod. Es thematisiert die Liebe in den Zeiten von AIDS, den Abschied, das Überleben. Um einen Blumenteppich herum gruppiert Mark Sieczkarek seine Tänzerinnen und Tänzer. Der Tod erscheint hier wie ein dunkles Loch in Form einer menschlichen Gestalt, durch das die Tänzer kommen und gehen. Der Tod liegt gleichsam wie ein Schatten über dem Blumenteppich. Mark Sieczkarek widmete dieses berührende Stück seinem Lebensgefährten, der an den Folgen von AIDS gestorben ist. Die Regentropfen an wunderbaren Juni-Tagen – der Titel entstammt einem der Gedichte des Verstorbenen. (Klaus Kieser)
Menschen und Verbindungen
Mark Sieczkarek
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