0Choreografien
1Filme
8Videosequenzen
4Archivbilder
Biografie
Buroch, der sich ursprünglich als Bildender Künstler (Maler) verstand, begründete 1976 die Künstlergruppe Omnibus und organisierte 1978 mit ihr eine erste Veranstaltung in der leerstehenden Seifen- und Parfumfabrik Mousonturm, woraufhin der Frankfurter Kulturdezernent Hilmar Hoffmann ihn zum Leiter des Kulturamts Frankfurt am Main berief. Von dort aus organisierte er zum Teil ausgefallene und fantasievolle Events, wie 1986 ein Unterwasserkonzert und das Transworld Telefonkonzert. 1988 bis 2011 war Buroch Intendant vom Künstlerhaus Mousonturm in Frankfurt am Main, an dessen Ausbau zu einem alternativen Kulturzentrum für Bildende Kunst, Performance, Theater, Literatur er ab 1976 maßgeblich beteiligt war. Er war in seinen Geschäftsplänen flexibel und autonom, obgleich es sich um ein staatlich finanziertes Unternehmen handelte. Durch ihn entstand ein Bühnen- und Produktionshaus, das sich besonders auf die Bedürfnisse von Tanzproduktionen einstellte. Durch Burochs Initiativen konnte der freischaffende Tanz, der seit Ende der 1970er Jahre begonnen hatte, sich vom deutschen Staatstheater zu emanzipieren, in Deutschland nach 1988 eine sprunghafte Entwicklung durchmachen und zu einer eigenständigen Kunstform zu werden. Sein Modell der Kooperation mit Sponsoren und internationalen Partnern wurde nicht nur in Deutschland zum Modell, sondern bald auch in anderen Ländern Europas kopiert. Neben der 1991 erfolgten Gründung des S.O.A.P. Tanztheaters, dessen künstlerische Leitung der portugiesische Tänzer Rui Horta innehatte, gründete und initiierte er zahlreiche Festivals und Preise, darunter das Moviemientos Festival, den Mouson Award und den Deutschen Produzentenpreis für Choreografie, der 1994 bis 1998 vergeben wurde. Seit 1996 organisierte er immer wieder neue Initiativen, die hauptsächlich den Tanz betreffen, so die Tanzplattform Deutschland und das Tanzlabor 21. 2010 gründete er am Mousonturm die Tanzkompanie Kidd Pivot FrankfurtRM, die die Choreografin Crystal Pite leitete. 2012 kuratierte er zusammen mit Nina Hümpel das Festival DANCE – München, nimmt seit 2017 dort beratend teil und war von 2012 künstlerischer Leiter von Dance Rhein/Main. Buroch lehrte am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Universität Frankfurt, am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft der Universität Gießen und an der Universidad Del Rosario in Bogotá, Kolumbien.[https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%BCnstlerhaus_Mousonturm Künstlerhaus Mousonturm in der Wikipedia] abgerufen am 28.12.2022 2006 erhielt er das Bundesverdienstkreuz am Bande, 2012 die Goethe-Plakette des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst für sein Lebenswerk[https://web.archive.org/web/20160119110527/http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/Das-Land-ehrt-Buroch;art675,343078,PRINT?_FRAME=33 Frankfurter Neue Presse Artikel vom 22.05.2012, archiviert in archive.org] abgerufen am 28.12.2022 (Gabriele Wittmann / Nele Lipp)Lebensstationen
- 1976
Künstlergruppe Omnibus
Gründung der Künstlergruppe Omnibus.
- 1978
Mousonturm Frankfurt
Erste Veranstaltung im leerstehenden Mousonturm und Berufung zum Leiter des Kulturamts Frankfurt.
- 1988–2011
Intendant Künstlerhaus Mousonturm
Intendant des Künstlerhauses Mousonturm und Ausbau zum Produktionshaus für die freien Künste.
- 1991
S.O.A.P. Tanztheater
Gründung des S.O.A.P. Tanztheaters mit Rui Horta als künstlerischem Leiter.
- 2010
Kidd Pivot FrankfurtRM
Gründung der Tanzkompanie Kidd Pivot FrankfurtRM mit Crystal Pite.
- 2012
DANCE München
Kurator des Festivals DANCE München; später beratend tätig.
Choreografien
Filme und Dokumente
3. Tele-Tanzjournal
1997
Archivbilder



Literatur und Weblinks
- Freunde und Förderer des Mousonturms (Hg.): Mouson. Ein Haus in Bewegung. Spiel in 23 Akten, Frankfurt am Main, 2011.
- Wesemann, Arnd: Bloß kein Tanzhaus. In: Tanz, 3/2011, S. 56-59.
- 5 Jahre S.O.A.P. dance theatre, Künstlerhaus MOUSONTURM, Frankfurt 1995. (Kat.)
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