Carmina Burana

Bühnenwerke · Tanzlexikon

Carmina Burana

Choreographie: Birgit Scherzer; Premieretheater: Saarländisches Staatstheater, 1995

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Über das Werk

Choreographie: Birgit Scherzer; Premieretheater: Saarländisches Staatstheater, 1995

Als sie mittendrin in ihrem neuen Werk steckte, war er gerade fertig geworden: Leni Riefenstahl verfilmte die Olympiade 1936, und in diesem Jahr schloss Carl Orff seine Komposition “Carmina Burana” ab, an der er zwei Jahre gearbeitet hatte. Birgit Scherzer schließt in ihrem 1995 uraufgeführten Ballett “Carmina Burana oder Lieder aus Deutschland” die beiden exemplarischen deutschen Künstler und deren Werke kurz. Riefenstahls Film läuft quasi als Prolog; als Orffs Musik aufschäumt, verwandelt sich der gekachelte Raum vor sakraler Kulisse in ein “Schlachthaus”. Die Darsteller separieren sich in Täter und Opfer. Die Täter binden sich Schürzen vor und beginnen ihr Werk. Ein widerständiges Paar umarmt sich heftig; er, der rote Narr, schleppt seinen übergroßen Thron wie ein schweres Kreuz. “Carmina Burana” ist eine Parabel über deutsche Mythen und deutsche Verbrechen. (Klaus Kieser)

Menschen und Verbindungen

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