Birgit Scherzer

Personen · Tanzlexikon

Birgit Scherzer

Tänzerin; Choreografin

*1954; Stollberg (DDR)

In den 1990er Jahren verhalf Birgit Scherzer der Saarbrücker Kompanie mit ihren Choreografien zu einem guten Ruf.

41Choreografien
3Filme
6Videosequenzen
1Archivbilder

Biografie

In den 1990er Jahren verhalf Birgit Scherzer der Saarbrücker Kompanie mit ihren Choreografien zu einem guten Ruf. Scherzer studierte 1973 bis 1976 Tanz an der „Palucca Schule Dresden“. Sie tanzte am „Landestheater“ in Halle und trat 1980 in das Ensemble von Tom Schilling an der „Komischen Oper“ in Ost-Berlin ein, wo sie ihre ersten Werke, unter ihnen „Keith“ zur Musik von Keith Jarrett schuf. 1991 bis 1999 war sie zur Chefchoreografin in Saarbrücken und schuf „Requiem“ zu einer unvollendeten Partitur von Wolfgang Amadeus Mozart. Durch die Aufteilung des tödlichen Kampfes innerhalb der Hauptfigur in drei Charaktere wurde sie für ihren abstrakten, aber ausdrucksstarken Stil bekannt. Sie schuf ihre eigenen Versionen von „Romeo und Julia“ und „Kaspar Hauser“. Seit 2000 choreographiert sie freiberuflich für die „Deutsche Oper Berlin“ und für das Staatstheater St. Moritz in der Schweiz. Seit 2001 ist sie Professorin für Tanz an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin. Von 2006 bis 2009 war sie Ballettdirektorin und Chefchoreografin am „Tiroler Landestheater Innsbruck. Seit 2009 ist sie wieder freischaffend und das auch im Bereich der Opernregie tätig. 2017 bis 2019 war sie Intendantin des „Allee Theaters“ in Hamburg. Scherzer engagiert sich im sozialen Bereich in Afrika und Indien. Sie erhielt 1987 den „Sonderpreis des Verbandes der Theaterschaffenden der DDR“, 1988 den „Kritikerpreis der Berliner Zeitung“, 1998 den „Art Council Award des State of Ohio“, USA und 2000 den „Bayrischen Theaterpreis der Kategorie Tanz“. (Gabriele Wittmann/Nele Lipp)

Lebensstationen

  1. 1973–1976

    Palucca Schule Dresden

    Tanzstudium an der Palucca Schule Dresden.

  2. 1980

    Komische Oper Ost-Berlin

    Eintritt in das Ensemble von Tom Schilling und erste choreografische Arbeiten.

  3. 1991–1999

    Saarbrücken

    Chefchoreografin in Saarbrücken.

  4. seit 2000

    Freischaffende Choreografin

    Freischaffende Arbeit für die Deutsche Oper Berlin und weitere Theater.

  5. 2001

    Professur in Berlin

    Professur für Tanz an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“.

  6. 2006–2009

    Tiroler Landestheater Innsbruck

    Ballettdirektorin und Chefchoreografin in Innsbruck.

  7. 2017–2019

    Allee Theater Hamburg

    Intendantin des Allee Theaters in Hamburg.

Choreografien

  • 2013 Saramilla
  • 2012 Warum Frauen klüger sind und Männer es nicht wahrhaben wollen
  • 2012 Ade Kindheit
  • 2011 Anywhereme – faces
  • 2010 Clockwork Orange
  • 2008 Tanzen und Wandern
  • 2007 Alles weiß ich – alles / Ringmotive
  • 2007 Juchitzer
  • 2006 Erdbeerimareili
  • 2006 Das Blaue vom Himmel
  • 2005 El Boccerini
  • 2002 Mein Ithaka-Odysseus
  • 2002 Vengo
  • 2002 Venetianisches Gondellied (Birgit Scherzer)
  • 2001 Abgeschminkt
  • 2001 x-file: m.e.s.s.i.a.h.
  • 2000 Winterreise
  • 2000 Caneval des Animeaux
  • 1999 Ende.Aus.Faust
  • 1998 Me and Bobby McGee, Birgit Scherzer ,Musik Janis Joplin (Birgit Scherzer)
  • 1998 Schwanensee
  • 1997 Kassandra
  • 1997 Blaubart
  • 1996 Der wunderbare Mandarin
  • 1996 Le sacre du printemps
  • 1995 Carmina Burana (Birgit Scherzer)
  • 1994 Caspar Hauser
  • 1993 Romeo und Julia (Birgit Scherzer)
  • 1993 Akt ohne Worte (nach Samuel Beckett)
  • 1993 Concerto Grosso
  • 1992 Frauen-Männer-Paare
  • 1992 Jesus Christ Superstar
  • 1991 Requiem!!
  • 1991 Lola Blau
  • 1991 Macho Macho
  • 1991 Stille
  • 1991 What a wonderful world / Sterbender Schwan
  • 1990 Zarewitsch
  • 1990 Dido
  • 1988 Keith (Birgit Scherzer)
  • 1987 Mentalität

Filme und Dokumente

Kein Bild

Gestern Palucca Schüler, heute Choreograph

1998

Literatur und Weblinks

  • Kaiser, Mathias / Stöß Bettina: „Birgit Scherzer. Tanzstücke von 1991 bis 1999“, Saarbrücken 1999
  • Birgit Scherzer in: Internationales Biographisches Archiv 33/2006 vom 19. August 2006

Internetseite Birgit Scherzer

Artikel in der Wikipedia

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