Über das Werk
Choreographie: Dietmar Seyffert
Der Vater, Dietmar Seyffert, hat diese physische Tour de force dem Sohn Gregor auf den Leib choreographiert: Das Solo “Clown Gottes” zu Kompositionen von Frédéric Chopin, Carl-Maria von Weber, vor allem aber zu Igor Strawinskys “Le Sacre du printemps” nimmt den letzten Auftritt des legendären Tänzers Waslaw Nijinsky zum Ausgangspunkt. Nach dieser Vorstellung, 1919 im Hotel Suvretta-Haus in St. Moritz, wird sich der Startänzer der Ballets Russes bis zu seinem Tod im Jahr 1950 in verschiedenen Sanatorien aufhalten. Zunehmend in seinem Wahn gefangen, verfällt er psychisch und physisch immer mehr. Der Choreograph entwirft den qualvollen Leidensweg als tänzerisches Programm; der Tänzer füllt es aus, springt, dreht, verschraubt und peitscht seinen Körper bis an die Grenze des körperlich Machbaren. Er charakterisiert einen in die geistige Verwirrtheit driftenden, hochbegabten jungen Mann. Das Stück war der offizielle Kulturbeitrag Deutschlands bei der Sommerolympiade 1996 in Atlanta. (Klaus Kieser)
Menschen und Verbindungen

Dietmar Seyffert
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